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…damit die Verbindung von journalistischem Handwerk,
wissenschaftlicher Analyse und kreativem Sounddesign gelingt.

Homo Oeconomicus (Intention des Buchprojektes)

Global erfolgreich dank kapitalistischem Habitus?

Ziel und Struktur des Buches:

„Homo Oekonomicus mit kapitalistischem Habitus, wirtschaftsethischen Prinzipien, global denkend, effizient und flexibel sucht Innovationen, Outsourcing-Möglichkeiten, Netzwerke, flexible freie Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium sowie fachspezifischen Kenntnissen zunächst für ein unbezahltes Praktikum, spätere Beauftragung oder Anstellung nicht ausgeschlossen....“

So oder so ähnlich stellt sich den meisten Absolventen meines Jahrganges (M.A. 2005) die Arbeitswelt – die augenscheinlich so gar nicht auf junge, hochqualifizierte BerufseinsteigerInnen gewartet hat - dar. Frustriert und desillusioniert fragt die Generation „Praktikum“ dementsprechend immer seltener nach dem eigentlichen Auslöser dieses Arbeitsmarkttypus, sondern begnügt sich mit Pauschal- und Vorurteilen: „Wahrscheinlich liegt es an der Globalisierung, dem freien Weltmarkt, den internationalen Mega-Konzernen, der Kapitalflucht und überhaupt fördert der Kapitalismus an und für sich unsoziale, egomanische Systeme.....“

Ziel dieses Buches ist es einige der Vorurteile wissenschaftlich darzustellen, zu analysieren sowie historisch zu interpretieren und vor allem die verschiedenen scheinbar korrelierenden Argumentations- und Entwicklungsstränge von Welthandel, Globalisierung, Kapitalismus und Wirtschaftsethik zu differenzieren. Im Zentrum steht hierbei der „kapitalistische Habitus“, welcher der Schlüssel für das Überleben als auch für die erfolgreiche Nutzung der globalen Wirtschaftssysteme zu sein scheint. Der Homo Ökonomicus steht in diesem Zusammenhang für den Proto- bzw. Idealtypus des optimal angepassten Wirtschaftswesens. Es gilt ferner herauszufinden, ob der idealtypische kapitalistische Habitus bereits per se anständiges, ethisches Denken, Wahrnehmen und Handeln ausschließt. Folglich interessieren insbesondere die Beweggründe, die zu dem spezifischen ökonomischen Handeln führen und die dieses Verhalten beeinflussen. Analysebereich meiner Suche nach Verhaltensweisen des Homo Oekonomicus ist Deutschland, die deutsche Gesellschaft und ihre Lebensstile sowie deutsche Unternehmen.

In diesem Sinne begebe ich mich - bewaffnet mit der Weberschen Theorie sowie Methode und einem zu definierenden Habitus - auf die Fahndung nach dem temporären Idealtypus des Homo Ökonomicus.

Entsprechend der Phasen meiner Suche gliedert sich das Buch in vier Kapitel. Zunächst wird unter der Überschrift „2000ff. – Das Zeitalter der Globalisierung“ der gegenwärtige Globalisierungsdiskurs und die mediale Nutzung des Terminus Globalisierung abgebildet, wobei sowohl Definitionen, Methoden, Ansätze, Interpretationen als auch ökonomische Stadien, politische Kräfteverschiebungen sowie historische Epochenwandel Eingang finden.
Anschließend an diese Bestandsaufnahme folgen Konzepte und Theorien zum Thema Kapitalismus. Basierend auf der protestantischen Ethik von Max Weber generieren hierbei soziologische wie auch ökonomische Texte das zentrale Rüstzeug dieser Arbeit: die Definition des kapitalistischen Habitus.
Der praxisorientierte dritte Teil untersucht Handlungsmuster des Finanzmarkts und der global player, wobei sowohl Liberalisierungs- als auch Regulierungsforderungen dargestellt und erläutert werden. Man könnte sagen, es erfolgt eine Beobachtung des kapitalistischen Habitus in seinem natürlichen Lebensraum. Zusätzlich werden aktuelle Medienberichte und Interpretationen in diese Betrachtung eingeflochten.

Abschließend gewähren deutsche Manager, welche große börsennotierte internationale Konzerne führen, persönlich Einblick in ihre individuelle Wahrnehmung des kapitalistischen Habitus und ihre Interpretation der globalisierten Wirtschaftswelt.

Schubladenspringer (Auszüge des Romanprojektes)

Kummer machte ihrer Mutter alleine die Wahl ihrer Freunde und ihres Jobs. Therese und Paul, ihre Eltern hatten beide den gleichen Beruf, die gleichen Ziele und leider auch den gleichen Haarschnitt, wie Marie fand. Im Mai 1957, als Paul gerade mal das Licht der Welt erblickte, stand für ihn angeblich schon fest, dass er Architekt werden wollte. Zumindest erzählte er die Geschichte gerne an seiner „Design-Feuerstelle“ im Wohnzimmer des Müller-Anwesens. Therese und Paul Müller waren beide sehr stolz darauf mit einem Allerweltsnamen zu den großen kreativen Baumeistern zu zählen und dass alles aus eigener Kraft geschaffen zu haben. Genauso wie ihre drei ganz außergewöhnlichen Töchter, die - ihrer Meinung nach -, die schönsten, tollsten und intelligentesten Kinder waren, die sich Eltern nur wünschen konnten. Aber davon sind wohl alle Eltern überzeugt, wobei Paul, sobald eine seiner Töchter auf diese Vermutung hinwies, unumstößlich bezeugte, dass er neutrale Beweise habe, die ganz klar zeigten, dass kein Kind je schöner und klüger als eine seiner Töchter gewesen sei. Vielleicht gäbe es Menschen, die klüger auf einem bestimmten Gebiet seien, aber so allumfassende Talente wie seine Schätze gebe es nicht. Dementsprechend waren und sind natürlich alle angebotenen Schwiegersöhne niemals gut genug für den Patriarch. Seine Frau war da etwas realistischer. Sie sah wohl, dass Marie, Sofie und Claire durchaus auch ihre Schwächen hatten, die jedoch niemals etwas an ihrer tiefen, selbstlosen Mutterliebe ändern könnten.
„...allo hier Müller...“
„ Selber allo, das heißt Hallo. Ich bin’s“
„Ah, Marie. Wie geht’s? Was macht der Umzug? Und.... bist Du noch mit Tim oder war’s Jeff zusammen?“
„ Er heißt Jeff und ja wir sind jetzt seit fast zwei Jahren zusammen. Du musst nicht immer so tun, als ob du grenzdebil wärst. Uns geht es soweit ganz gut. Nur ich verfalle langsam in Umzugspanik.“
Therese atmete tief ein und versuchte neutral und freundlich zu klingen: „Natürlich weiß ich, dass du jetzt schon über zwei Jahre mit dem wunderbaren Jeff zusammen bist. Er ist ja auch wirklich ein gut aussehender, wohlhabender Mann. Was nicht heißen soll, dass Du nur des Geldes wegen mit ihm zusammen wärst. Ach was rede ich da,...Ich...naja ....Er ist nett - Dein Jeff, aber Deinen besten Freund Tim finde ich zum Unterhalten interessanter...“
Ja, ich auch, dachte Marie. Aber leider war er so gänzlich unmännlich. Marie konnte nicht sagen warum, aber jedes Mal wenn sie an Tim dachte, sah sie einen kleinen, fröhlichen Tanzbären vor sich, den sie mit einem Blick nach ihrer Pfeife tanzen lassen konnte. Verachtenswert, dachte sie und schämte sich zugleich für die vernichtende Bewertung. Schließlich war er die treueste Seele, auf die sie sich immer verlassen konnte. Nur halt eben nichts fürs Bett. ...Ob der überhaupt Sex haben konnte?...aber muss er ja, schließlich hatte er diverse Freundinnen und die wirkten nicht gerade uninteressiert an Sex. Vor allem Karla: Eine heißblütige Spanierin, die selbst mit Blaumann und Gummistiefeln sexy wirkte. Mit Karla hatte Tim sicher ganz temperamentvollen, wilden schweißtreibenden Sex, ohne viel Worte und Blümchen. Einfach nur Martini bianco und dann Sex. Na ja, viele Worte waren ja sowieso nicht möglich. Schließlich sprach Tim nur Deutsch und Schwedisch. Karla hingegen sprach nach Maries Kenntnis spanisch, italienisch und ein paar Brocken Deutsch. Vielleicht sollte sie Tim noch mal fragen, wie die beiden sich überhaupt kennen lernen geschweige denn miteinander reden konnten. Es muss einfach animalischer Sex gewesen sein, der die Beiden verband, wenn auch nur drei Wochen, oder waren es nur zwei.......

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Kommunikation lebt nicht alleine von Worten. Auch der Sound und das Bild bestimmen mit.
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